Ministerpräsident Stoiber besucht die Schülerfirma
Am 11. Mai 2006 besuchte der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber gemeinsam mit seiner Frau Karin die Schülerfirma der Lebenshilfe Bad Tölz-Wolfratshausen. Sehen Sie dazu den Pressespiegel im Bereich 'Aktuelles'.
Mitmachen in der Schülerfirma - Soziale Initiative mit Vorbildcharakter
Im Juni 2003 hat die Lebenshilfe einen "Förderverein Schülerfirma Freizeit & sozial" gegründet. Dieser Verein unter dem Vorsitz von Lebenshilfe-Geschäftsführerin Margot Kainz hat sich die Aufgabe gesetzt, für eine gleichnamige "Schülerfirma" umfassende logistische, materielle und fachliche Unterstützung zu gewähren. Zu den "Geburtshelfern" dieser Schülerfirma gehörten übrigens auch verschiedene engagierte Persönlichkeiten aus der Kommunalpolitik und dem Geretsrieder Vereinsleben, die mit zwei großen Benefiz-Sportveranstaltungen den finanziellen Grundstock für das Vorhaben gelegt haben.
Die sozial orientierte Schülerfirma hat sich das Ziel gesetzt, die Lebensqualität, Integration und gesellschaftliche Wertschätzung behinderter Mitbürger zu fördern und ihre Zugehörigkeit zu unserem Gemeinwesen zu verbessern. In der Schülerfirma arbeiten mittlerweile 27 Jugendliche über 16 Jahren aktiv mit, die sich in ihrer Freizeit sozial engagieren wollen. Sie begleiten behinderte Menschen bei ihren Freizeitaktivitäten und stärken damit deren Zugehörigkeit zu unserem Gemeinwesen.
Dafür erhalten die jungen Leute ein kleines Honorar, das sich zu je 3 EUR aus einem Kostenbeitrag des Nutzers und einem Zuschuss des Fördervereins zusammensetzt. Namentlich hervorzuheben ist hier auch das Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Josef Peitz, der als Mentor für die Jugendlichen fungiert und ehrenamtlich die Geschäfte dieser Schülerfirma koordiniert.
Diese Tätigkeit junger Leute mit behinderten Menschen hat mehrere positive Effekte:
- sie betätigen sich sozial und verdienen sich zugleich etwas hinzu
- sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Integration behinderter Menschen
- sie tragen dazu bei, Berührungsängste abzubauen
- sie erwerben wichtige soziale Fähigkeiten (1. Hilfe, Umgang mit Menschen)
- sie gewinnen evtl. Interesse an einem späteren sozialen Beruf (z.B. auch bei der Lebenshilfe)
- sie lernen durch ihr Tun, wie eine Firma funktioniert (Planung der Einsätze, Geldflüsse, Werben für die Anliegen der Firma, Unterstützung suchen in Schulen, Fortbildung für die Mitarbeiter usw.)
Diese eigentlich naheliegende, ganz logisch erscheinende und doch durchaus ganz neue "Firmen-Idee" kann Vorbildcharakter für sich in Anspruch nehmen, denn ihre Machbarkeit hat sich klar erwiesen. Das Konzept ist somit auch übertragbar auf andere vergleichbare Organisationen und Betätigungsfelder.
Gymnasium Bad Tölz besiegelt Partnerschaft mit der Lebenshilfe

Partnerschaft besiegelt: Hinten v. links Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Josef Peitz, Regionslehrer Klaus Moschko, die Schülerinnen Daniela Wanke, Christa Uhlmann, Magdalena Kray, Verena Unbescheid und Abiturient Daniel Baranowski. Vorne v. links die Schülerinnen Carolina Odemann, Tatjana Böhm und Lena Aberle. Foto: Pröhl
Das Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasium und die "Schülerfirma" der Lebenshilfe haben jetzt ihre Partnerschaft besiegelt, die auf einen entsprechenden Kontakt zwischen Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Josef Peitz und den Religionslehrer Klaus Moschko zurückgeht: Moschko leitet seit Schuljahrsbeginn eine Wahlunterrichtsgruppe "Begegnung mit behinderten Menschen", die sich auch regelmäßig mit Kindern aus der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe trifft. Gleichzeitig konnte Moschko viele seiner Schülerinnen für ein Engagement in der "Schülerfirma" gewinnen.
ConSozial-Management-Preis 2005
für Gründung der "Schülerfirma Freizeit aktiv & sozial"

Glückwünsche von höchster Stelle: Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (rechts) und Caritas-Direktor Prälat Karl-Heinz Zerrle (links) gratulierten Margot Kainz und Josef Peitz zum Gewinn des diesjährigen ConSozial-Managementpreises.
Anlass zu Stolz und Freude gab es kürzlich bei der Tölzer Lebenshilfe über die Auszeichnung unserer Initiative zur Gründung der "Schülerfirma" mit dem begehrten "ConSozial-Preis", mit dem wegweisende Innovationen im sozialen Bereich gefördert werden. "Ich freue mich, dass Ihnen der Management-Preis verliehen wird", sagte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens am 27. Oktober bei einer eigens dafür einberufenen Pressekonferenz in ihrem Ministerium und beglückwünschte die beiden anwesenden "Mitinitiatoren" und Wegbereiter der Schülerfirma, Lebenshilfe-Geschäftsführerin Margot Kainz und Vorstandsmitglied Josef Peitz, zur Preisverleihung.
Weitere Infos zur ConSozial-Preisverleihung als pdf-Download
